Synchronisierte Flotten mobiler Roboter sorgen für neue Vielseitigkeit in der Fertigung

Gerard Vilarrassa, Produktmanager bei Kivnon

Der Trend, diese festen Fertigungsstraßen durch Flotten mobiler Roboter zu ersetzen, verspricht einen weiteren Quantensprung in der Fertigung und eine neue Anpassungsfähigkeit an Marktschwankungen.

Als Henry Ford vor etwas mehr als hundert Jahren das Fließband einführte, war dies ein echter Durchbruch in Sachen Produktionseffizienz: So konnte beispielsweise die Produktion von Schwungrädern für Kraftfahrzeuge im Vergleich zur manuellen Fertigung um etwa 75 Prozent gesteigert werden.  

Verbesserung der Transporteffizienz

Mobile Roboter wie fahrerlose Transportfahrzeuge und autonome mobile Roboter sind selbstfahrende Fahrzeuge, die Lasten von einem Industriebereich zum anderen transportieren.

Die erste Generation mobiler Roboter steigerte die Effizienz, indem sie die Kommissionierung automatisierte, Teile zu einem herkömmlichen Förderband transportierte und Fertigprodukte vom Ende der Produktionslinie ins Lager beförderte, wo sie schließlich versandt wurden.

Diese Automatisierung verbesserte die Produktivität und die Ergonomie, da sie die unzähligen Arbeitsschritte überflüssig machte, die die Kommissionierer andernfalls hätten ausführen müssen.

Mängel älterer Förderbandsysteme

Da die Verbraucher jedoch zunehmend eine größere Produktvielfalt und schnellere Lieferzeiten forderten, weisen starre Fördersysteme inhärente Ineffizienzen auf, die sie für diese neuen Anforderungen weniger geeignet machen. 

Ihr Einstrang-Arbeitsablauf mit Förderbändern schreibt zudem strenge Montagereihenfolgen vor. Auch wenn sie möglicherweise nur an einem Teil des Autos, des Haushaltsgeräts oder was auch immer gerade auf dem Band liegt, arbeiten, müssen die Mitarbeiter an der Fertigungslinie unter Umständen untätig herumsitzen und zusehen, wie andere Produktteile vorbeilaufen.

Wenn es im vorgelagerten Prozess zu einer Verzögerung kommt, müssen die nachgelagerten Mitarbeiter möglicherweise untätig herumsitzen und darauf warten, dass die vorgelagerten Vorgänge abgeschlossen sind. All dies führt zu Verzögerungen und zusätzlichen Kosten für den Betrieb.

Steigerung der Produktionseffizienz

Die Neukonzeption des Fließbandes als ein System aus verteilten, aber integrierten mobilen Robotern verändert all dies grundlegend und hebt die Effizienz, Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Rentabilität der Fertigung auf ein neues Niveau. 

Entwickler von Fertigungssystemen können mobile Roboter auch mit Werkzeugen ausstatten, beispielsweise mit Roboterarmen, die sie in die Durchführung der Arbeitsschritte einbinden. 

Ein weiterer Faktor für die Effizienzsteigerung ist, dass Roboter rund um die Uhr arbeiten können und so den Produktionsfluss maximieren. Sie können sich wiederholende Aufgaben übernehmen und so menschliche Fehler minimieren, die zu Fehlern oder Nacharbeiten führen können.

WIE AGV INVESTITIONEN SCHÜTZT – Zusammenfassung

Angesichts der höheren Effizienz, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit stellen mobile Roboter aus mindestens den folgenden Gründen eine sicherere Investition dar als ein System auf Förderbandbasis.

  • Mobile Roboter automatisieren sich wiederholende Aufgaben und senken so die Produktionskosten und das Risiko menschlicher Fehler. 
  • Neben der Kostensenkung bedeutet eine höhere Effizienz, dass Sie Produkte schneller auf den Markt bringen können.
  • Die Modularität einer mobilen Flotte ermöglicht eine einfache Anpassung an sich ändernde Anforderungen. 
  • Mobile Roboter lassen sich problemlos in umfassende Hybridlösungen integrieren, die andere Technologien wie stationäre Roboter und Bildgebungsgeräte umfassen, 
  • Hersteller können denselben Raum nutzen, um im Laufe der Zeit zahlreiche Arbeitsabläufe durchzuführen. 
Über Gerard Vilarrasa

Gerard Vilarrasa ist Produktmanager bei Kivnon. Als Elektroingenieur verfügt er über fast zehn Jahre Erfahrung im Industriesektor, davon überwiegend in der Produktentwicklung und im Produktmanagement im Bereich der mobilen Robotik bei Kivnon.