Logistiklager führen schnell Automatisierung ein, um Wegezeiten zu reduzieren


NEWS | VON KIVNON

Die Reduzierung der Gehzeit durch die Optimierung der Routen der Kommissionierer kann durch eine Erhöhung der Kommissioniergeschwindigkeit und die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Aufträge erreicht werden.


Angetrieben durch den dramatischen Anstieg des E-Commerce während COVID gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Automatisierung in Lagern und Logistikbetrieben in nächster Zeit nachlassen wird. Verschärft durch die „Great Resignation“ gibt es nicht genügend Arbeitskräfte, um alle Online-Bestellungen zu erfüllen. Die Erwartungen der Verbraucher sind höher denn je, wobei eine Lieferung am selben Tag eine Voraussetzung und ein Zeitfenster von vier Stunden bevorzugt ist.

Die Verkürzung der Wegzeit vom Dock zur Produktion (A → B) und von der Produktion (Montage oder Konfektionierung) zurück zum Dock (B → A) für den laufenden Logistiktransport ist eine quantifizierbare Kennzahl zur Rechtfertigung der Automatisierungskosten.

Die Höhe der Arbeitskosten, die durch Laufzeiten entstehen, ist enorm, insbesondere für Fertigungs- und Lagerverteilzentren, die in drei Schichten pro Tag arbeiten. Das Hauptproblem besteht darin, dass Kommissionierer mehr als 70 % ihrer Arbeitszeit damit verbringen, auf der Suche nach Artikeln zwischen Regalen und Räumen hin und her zu laufen. Durch die Optimierung der Wege der Kommissionierer lassen sich die Laufzeiten reduzieren, wodurch die Kommissioniergeschwindigkeit erhöht und mehrere Bestellungen gleichzeitig bearbeitet werden können. Die Automatisierung minimiert die für die Kommissionierung von Artikeln erforderliche Zeit, wodurch die Laufzeiten reduziert und die Artikel auf dem optimalen Weg zusammengestellt werden. 

Da diese Hin- und Herbewegung von Produkten oft sehr repetitiv ist, kommt es häufig zu Langeweile und das Engagement der Mitarbeiter schwindet. Es ist weitaus besser, die Rohstoffe zu den verschiedenen Arbeitszellen zu transportieren. Viele Lagerleiter haben gute Erfahrungen mit der Integration von zellularen Fertigungszellen in einen Betrieb gemacht, da dadurch Geräte, Mitarbeiter und Prozesse an einem einzigen Ort zusammengeführt werden, was zu einer höheren Produktivität und einem höheren Durchsatz führt.

Vereinfachung von Arbeitsabläufen – Automatisierung zur Reduzierung der Gehzeiten

Die Arbeit sollte frei von einem Arbeitsplatz zum nächsten fließen, sowohl innerhalb der Zelle als auch von Zelle zu Zelle. Die Zellen sollten in einer linearen Reihenfolge angeordnet sein, um einen logischen und kontinuierlichen Arbeitsfluss zu gewährleisten, und die Bediener sollten sich bei Bedarf schnell und einfach zwischen den Maschinen bewegen können. Dies kann in einer gabelstaplerfreien Umgebung mit Industriewagen geschehen, die von vergleichsweise kostengünstigen AGVs (automatisch geführten Fahrzeugen) gezogen oder geschleppt werden.

In letzter Zeit gibt es einen Trend, diese AGVs mit künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und anderen Datenerfassungstechnologien auszustatten. Das mag zwar „cool” und sexy sein, aber in Wahrheit sind viele der erforderlichen Funktionen banal und höchst repetitiv. Eine kurze Zeitstudie misst die unproduktive Zeit eines Fertigungs- oder Lagerarbeiters, der nicht wertschöpfende Tätigkeiten ausführt.  

Die Effizienz der Logistik, insbesondere die durch ein E-Commerce-Modell erzielte Effizienz, muss anhand von zwei konstanten Kennzahlen quantifiziert werden: fehlerfreie Kommissionierung und genaue Produktumschlagshäufigkeit. Wenn das richtige Produkt ordnungsgemäß kommissioniert wird und die Produktumschlagshäufigkeit hoch bleibt, gilt die Logistik als äußerst effizient.

Originalbeitrag von Logistics Brew

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